... aus dem denkmalgeschützten Backsteingebäude im Westpark wurde Kinkys


Das denkmalgeschützte Toilettenhaus von 1927

Der rote Backstein-Bau am Rande des Dortmunder Westparks ist ein besonderes Klohaus. 1927 errichtet, steht es heute unter Denkmalschutz.

Vor Jahren verriegelte die Stadt, dass über und über mit Graffiti beschmierte Haus.

Zwei Jahre dauerte es, bis die ungewöhnliche Geschäftsidee alle Ämter passiert hatte, weitere sechs Monate, bis der Salon "Kinky's" eröffnete. Bis auf die Außenwände hat Griewel alle Mauern einreißen lassen und die Inneneinrichtung nach den Gesetzen des Feng Shui gestaltet. Wände aus Glas trennen nun Arbeits- und Wartebereich, neue Fliesen und Fenster sorgen für Helligkeit. Nur noch kleine Gags wie die Bidets, in denen Griewel seinen Kunden die Haare wäscht, erinnern ironisch an die Vergangenheit.

Auch die "Pinkel-Rinne" in der Ecke des leicht abschüssigen Bodens blieb erhalten.

Heute schwimmen dort Fische.

Das denkmalgeschützte Toilettenhaus steht als Teil einer historischen Parkarchitekturanlage im Dortmunder Westpark. Der Typus des eingeschossigen Ziegelkubus mit Walmdach wurde achsensymmetrisch zweimal erstellt: einmal als Gartencafe/Kiosk und einmal als Toilettenhaus. Das Cafehaus ist seit einiger Zeit renoviert und erfreut sich mit seiner heutigen Nutzung als Biergarten großer Beliebtheit. Das Toilettenhaus jedoch wurde in den 60er-Jahren außer Betrieb genommen. Anschließend verfiel das ehemalige architektonische Schmuckstück zusehends und geriet in Vergessenheit. Durch Wandschmierereien und weitere Verfallserscheinungen wurde das Gebäude schließlich zu einem Schandfleck der Parkanlage. In dieser Situation hatte der Dortmunder Friseur Frank Griewel, auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, die Idee zur Umnutzung dieses Hauses. Neben der herausgestellten Lage des Denkmals war auch die Nähe zu einem beliebten Biergarten interessant. Die Stadt Dortmund als Eigentümerin erklärte sich bereit, das Haus zu verkaufen und stimmte einer Umnutzung zu - verbunden mit den Auflagen der Denkmalpflege, dass u.a. die ursprüngliche Nutzung auch nach dem Umbauerkennbar bleibt. Zunächst standen die engen, niedrigen und dunklen Innenräume des Klohauses einer Nutzung als Friseursalon eher im Wege. Deswegen wurden - nach Einbau entsprechender statischer Ersatzmaßnahmen aus Stahl - alle (auch aussteifenden) Innenwände und die komplette Kehlbalkenlage des Walmdach entfernt; so entstand ein großer, heller und bis zum First reichender Innenraum. Halbhohe, kreisförmige Wandelemente aus Bauglas zeichnen den eingeschriebenen Großkreis der Grundrissproportion des Gebäudes nach und sorgen für eine optische Trennung des Wartebereichs und der Teeküche. Der Fußboden im Bereich der abgebrochenen Innenwände wurde mitschwarzen Steinzeugfliesen versehen - der historische Grundriss läßt sich weiterhin im Fliesenbild ablesen. Die ehemalige Urinalrinne bietet jetzt einem Goldfischpärchen ein neues Zuhause.

Quelle: Patrias Architekten









 Quelle: Klaus Gauselmann Architekten
Quelle: Klaus Gauselmann Architekten
 Quelle: Klaus Gauselmann Architekten
Quelle: Klaus Gauselmann Architekten

Quelle: Marcus Patrias (Architekt)
Quelle: Marcus Patrias (Architekt)
Quelle: Marcus Patrias (Architekt)
Quelle: Marcus Patrias (Architekt)

Quelle: kulturelab
Quelle: kulturelab
Quelle: kulturelab
Quelle: kulturelab


Quelle: kulturelab
Quelle: kulturelab

Besonderheiten

- unser Salon ist behindertengerecht

- im Sommer Open Air Cut  auf Wunsch

- gute Park möglichkeiten



Open Air Cut  auf Wunsch....

 

....mit mobilen Friseursesseln als Freiluftplätze für Kunden, die auf schönes Wetter auch beim Schneiden nicht verzichten wollen.


Architekten - Marcus Patrias & Klaus Gauselmann

Das denkmalgeschützte Toilettenhaus steht als Teil einer historischen Parkarchitekturanlage im Dortmunder Westpark. Der Typus des eingeschossigen Ziegelkubus mit Walmdach wurde achsensymmetrisch zweimal erstellt: einmal als Gartencafe/Kiosk und einmal als Toilettenhaus.
Das Cafehaus ist seit einiger Zeit renoviert und erfreut sich mit seiner heutigen Nutzung als Biergarten großer Beliebtheit.
Das Toilettenhaus jedoch wurde in den 60er-Jahren außer Betrieb genommen.
Anschließend verfiel das ehemalige architektonische Schmuckstück zusehends und geriet in Vergessenheit. Durch Wandschmierereien und weitere Verfallserscheinungen wurde das Gebäude schließlich zu einem Schandfleck der Parkanlage.

Quelle: Marcus Patrias

Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Klohaus ist Teil eines historischen Gebäudeensembles im Dortmunder Westpark.
Zu Beginn der Arbeiten war es in einem verwahrlosten Zustand, die Loggien zugemauert und das Backsteinmauerwerk mit Graffitis besprüht.

Das Gebäude wurde vollständig entkernt. Alle Innenwände sowie die Balkenlage des Dachstuhls wurden entfernt.
So entstand ein großzügiger, heller Innenraum, in dem die Bereiche Teeküche und WC durch leichte Trennwände aus lichtdurchlässigem Bauglas abgeteilt wurden.

 Quelle: Klaus Gauselmann

vorher
vorher

nachher
nachher

Quelle: Klaus Gauselmann Architekten
Quelle: Klaus Gauselmann Architekten
 Quelle: Klaus Gauselmann Architekten
Quelle: Klaus Gauselmann Architekten

Frank Griewel
Frank Griewel
Quelle: Klaus Gauselmann Architekten
Quelle: Klaus Gauselmann Architekten